6:20 Aufstehen.
Im Gegensatz zu Lima, wo erst gegen Mittag die Sonne eine Chance hat durch den Dunst zu dringen, ist es hier gleich am Morgen sehr freundlich.
Während Tomás bei den Novizen unterrichtet mache ich am Vormittag allein einen Rundgang durch das touristische Zentrum von Cusco. Während dieser drei Stunden habe ich hier fast alles gesehen was die einschlägigen Reisebroschüren zu Hause ankündigten. Auf der Plaza fand ein Wettkampf von Folkloregruppen statt. Am Nachmittag ging ich nochmals in die Stadt. Jetzt in Begleitung von Tomás und einem jungen Franziskaner. Wir waren in verschiedenen Museen. Aber interessanter als all diese Museen war ein kurzer Besuch im Kloster „La Merced“, welches für die Touristen nicht offen steht. Ein kurzer Blick des Pförtners auf mich mit der Frage „Fraile?“ und ein kurzes Nicken unseres Begleiters genügte um eingelassen zu werden.
Am Abend Imbiss in einer Art peruanischem Hamburgerlokal, wo es kreolische Happengerichte gibt. Dabei erzählt mir Tomás daß er jetzt 35 Jahre in Peru ist aber zum ersten Mal in Cusco.
Beim Gang durch die Stände und Märkte fällt mir auf, daß Tomás kaum sein Geld zurückhalten kann, wenn er einen Armen sieht der seiner Hände Arbeit anbietet.
In Cusco
